Fahnenmast verschönert Ortseingang von Kobern-Gondorf

©privat: von links nach rechts: Konrad Schmitt, Matthias Breuer und Dennis Gries

Der Fahnenmast wird jedes Jahr im Frühling aufgestellt und immer mit Fahnen geschmückt. Er befindet sich an der Ausfahrt von Koblenz kommend an der B416 und verschönert den Ortseingang von Kobern-Gondorf.

Das Aufstellen des Mastes hat eine lange Tradition und besitzt eine besondere Bedeutung. Es wurde vom 1870 gegründeten St. Nikolaus-Schiffsverein Kobern initiiert. Da dies für die ortsansässigen Schiffer eine Herzensangelegenheit war und bleibt, wurde die Tradition 1970 fortgesetzt. Beteiligte waren unter anderem: Peter Schmitt sen., Peter Schmitt jun., Toni Kröber, Matthias Kröber, Franz Kröber. Seitdem steht der jetzige Fahnenmast an der B 416. Später wurde dieser Brauch unter der Leitung von Peter Vogel weitergeführt und seit 2020 von Konrad Schmitt, Sven Rehm, Dennis Gries, Dirk Johann und Matthias Breuer. Selbstverständlich ehrenamtlich.

Der Fahnenmast ist ein Symbol für die Schiffsleute. Er signalisiert, dass es im Ort Schiffsleute gibt. Die Schiffe, die auf der Mosel vorbeifuhren, ließen früher dreimal die Schiffsglocke läuten, um die ortsansässigen Schiffsleute zu grüßen.

In den 1960er und 70er Jahren wurde in der Koberner St. Lubentius-Kirche am 6. Dezember (Nikolaustag) stets eine Messe für die Koberner Schiffsleute abgehalten. Diese Messe war damals immer sehr gut besucht. Dabei wurde für die ortsansässigen Schiffsleute eine große Kerze aufgestellt, verbunden mit dem Wunsch „Allzeit gute Fahrt für die Schiffsleute auf der Mosel.“

Die Gemeindeverwaltung Kobern-Gondorf sowie die ansässigen Schlossereien tragen regelmäßig zur Pflege und Wartung (Reparaturen oder Anstrich etc.) des Fahnenmastes bei. Im Winter werden die Fahnen abgenommen, um sie zu schützen.


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©privat: von links nach rechts: Konrad Schmitt, Matthias Breuer und Dennis Gries